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Was ist Messing?

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Definition

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink, der je nach gewünschten Eigenschaften weitere Elemente wie Aluminium, Eisen oder Nickel beigemischt werden können. Die Zusammensetzung beeinflusst Farbe, Härte und weitere Materialeigenschaften: Ein hoher Kupferanteil sorgt für einen goldorangenen Farbton, während mehr Zink zu einem hellgelben Erscheinungsbild führt. Messing ist nicht magnetisch, etwas härter als reines Kupfer, aber nicht so hart wie Bronze. Es zeichnet sich durch eine gute Korrosionsbeständigkeit, ausgezeichnete Zerspanbarkeit, Verformbarkeit und Wärmeleitfähigkeit aus.

Das Wichtigste über Messing in Kürze

  • Kupfer-Zink-Legierung: Messing besteht hauptsächlich aus Kupfer und Zink; je nach Zusammensetzung ändern sich Farbe, Festigkeit und Verarbeitbarkeit.
  • Charakteristische Eigenschaften: Nicht magnetisch, härter als reines Kupfer, gute elektrische und thermische Leitfähigkeit sowie antimikrobiell durch den Kupferanteil.
  • Hohe Korrosionsbeständigkeit: Sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und viele Chemikalien – ideal für Sanitär, Schifffahrt und den Einsatz im Freien.
  • Gut zu verarbeiten: Lässt sich hervorragend sägen, bohren, fräsen, löten, schmieden oder gießen; Automatenmessing mit Bleianteil bietet besonders gute Zerspanbarkeit.
  • Vielseitig einsetzbar: Verwendet u. a. für Armaturen, Fittings, Rohre, elektrische Steckverbinder, Zahnräder, Patronenhülsen, Schilder sowie Schmuck- und Dekorteile.

Eigenschaften und Farbe

Die Farbe von Messing variiert je nach prozentualem Anteil der Metalle. Ein hoher Kupferanteil verleiht Messing eine goldfarbene Optik, während ein hoher Zinkanteil für einen hellgelben Farbton sorgt. Messing ist härter als reines Kupfer, jedoch weicher als Bronze (eine Legierung aus Kupfer und Zinn). Teile aus Messing lassen sich leicht mit anderen Materialien verbinden, sei es durch Löten, Verschrauben oder Verkleben. Zudem ist die glatte Oberfläche pflegeleicht und kann einfach mit warmem Wasser gereinigt werden. Der Schmelzpunkt liegt – je nach Legierung – meist im Bereich von etwa 900 bis 950 Grad Celsius und sinkt tendenziell mit steigendem Zinkanteil.

Sorten von Messing

Welche Messingsorten gibt es?

Messing umfasst eine große Vielfalt an Legierungen (insgesamt grob rund 60 Varianten). Entscheidend sind vor allem Kupfer- und Zinkanteil: Kupfer ist dabei der Mindestbestandteil, Zink wird je nach gewünschter Eigenschaft in unterschiedlichen Anteilen zugesetzt. Mit steigendem Zinkgehalt verändern sich nicht nur die Farbe, sondern auch Festigkeit und Verarbeitbarkeit. Üblich ist ein Zinkanteil bis etwa 50 Prozent, da das Material darüber hinaus spröder wird. Ein verbreitetes Beispiel ist CuZn37 mit 37 Prozent Zink. Zusätzlich können weitere Elemente die Eigenschaften gezielt verändern.

Sondermessing und Automatenmessing

  • Sondermessing: Enthält zusätzliche Legierungselemente wie z. B. Aluminium, Eisen, Mangan oder Zinn, um bestimmte Eigenschaften (z. B. Festigkeit, Korrosionsverhalten, Gießbarkeit) zu verbessern.
  • Automatenmessing (Zerspanungsmessing): Enthält meist einen kleinen Bleianteil, um die Zerspanbarkeit zu erhöhen und präzise Teile effizient fertigen zu können.

Vorteile von Messing

  • Korrosionsbeständigkeit: Messing ist äußerst widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und viele Chemikalien, was es ideal für den Einsatz im Sanitärbereich, in der Schifffahrt oder im Freien macht.
  • Gute Bearbeitbarkeit: Das Material lässt sich leicht sägen, bohren, fräsen, polieren und verformen. Besonders bleihaltige Messinglegierungen sind ideal für die Herstellung komplexer Bauteile mit engen Toleranzen.
  • Langlebigkeit: Der Werksstoff ist sehr robust und hält hohen mechanischen Belastungen stand, ohne seine Form zu verlieren. 
  • Antibakterielle Eigenschaften: Dank des Kupferanteils ist es antibakteriell, was es besonders für Anwendungen im Gesundheitswesen und in der Lebensmittelindustrie interessant macht.
  • Gute elektrische und thermische Leitfähigkeit: Daher wird es häufig für elektrische Anschlüsse eingesetzt.
  • Attraktives Aussehen:Die warme, goldene Farbe macht das Material auch für dekorative Zwecke beliebt.

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Einteilung nach Verarbeitungsart

Kaltformmessing

Kaltformmessinge zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders gut kaltumformbar sind, und werden häufig zu Halbzeugen wie Blechen/Bändern, Messingdraht oder dünnwandigen Rohren verarbeitet. Typisch sind Legierungen mit ca. 5–37 % Zink (z. B. CuZn36/CuZn37). Je nach Kaltverformung sind sie von weich bis federhart verfügbar.

Warmformmessing

Warmformmessing ist für die Bearbeitung bei höheren Temperaturen ausgelegt und besonders gut warmumformbar. Es lässt sich sehr gut schmieden und wird unter anderem für Stangen, Profile, Drähte und Rohre eingesetzt, etwa auch im Strangpressverfahren.

Gussformmessing

Gussformmessinge eignen sich für die kostengünstige Serienfertigung und für Bauteile mit komplexeren Geometrien. Durch Zusätze wie z. B. Aluminium oder Silizium kann die Formfüllung und Gießbarkeit verbessert werden. Typische Verfahren sind Druckguss, Kokillenguss oder Schleuderguss.

Beispiele: Messingarten und typische Verwendung

  • Tombak: Häufig für Schmuck, dekorative Anwendungen und Kunstgewerbe (kupferreich, eher rötlich). Goldtombak ist eine Tombak-Variante, die wegen ihres goldähnlichen Farbtons besonders gerne für Schmuck und Zierteile verwendet wird.
  • Goldmessing: Wird gerne für Blasinstrumente genutzt (gute Klangeigenschaften).
  • Tafelmessing: z. B. für feinere Metallwaren, teils auch in der Uhren-/Mechanikfertigung.
  • Talmigold: Günstiger Schmuck (nicht „echtes“ Goldmessing, häufig plattiert).
  • Gelbguss: Für gegossene Kleinteile und Zierteile (klassische Gussanwendungen).
  • Sondermessing: Für Konstruktionsteile, wenn erhöhte Festigkeit oder spezielle Eigenschaften erforderlich sind.

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Häufige Fragen zu Messing

Häufige Fragen zu Messing

Zählt Messing zu den Kupferlegierungen?

Ja. Messing basiert auf Kupfer als Hauptmetall, dem Zink und bei Bedarf weitere Elemente zugesetzt werden, um Eigenschaften wie Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit oder Optik gezielt zu beeinflussen.

Welche Bearbeitungsform eignet sich für die Warmverformung von Messing?

Für das Umformen bei höheren Temperaturen werden speziell angepasste Legierungen verwendet, die sich gut schmieden oder im Strangpressverfahren zu Stangen, Profilen und Rohren formen lassen.

Welche Bedeutung hat Galmei in der Geschichte von Messing?

Früher wurde ein natürlich vorkommendes Zinkerz genutzt, das beim Erhitzen gemeinsam mit Kupfer für die Herstellung früher Messinglegierungen sorgte und damit als wichtiger Ausgangsstoff diente.

Warum wird manchen Messingsorten Blei zugesetzt?

Ein kleiner Zusatz dieses Elements verbessert die Zerspanbarkeit deutlich, sodass Drehen, Bohren und Fräsen einfacher werden und sehr maßgenaue Bauteile wirtschaftlich gefertigt werden können.

Worin unterscheidet sich Messing von Rotguss in Bezug auf Struktur und Einsatz?

Während erstere Legierung hauptsächlich aus Kupfer und Zink besteht, handelt es sich bei der anderen meist um einen gussoptimierten Werkstoff; Unterschiede im Gefüge führen zu abweichenden Festigkeiten und typischen Anwendungen, etwa bei Armaturen oder Formteilen.

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